Kinaesthetics in der Erziehung

 

Bewegung ist unser Leben. Alles was wir tun - unsere Beziehungen zu anderen Menschen, unsere Lern- und Gesundheitsprozesse, unsere Motivation, unsere Gedanken und unser Verhalten - wird durch die Qualität der eigenen Bewegung beeinflusst

Kinaesthetics versteht „Erziehung“ als ständigen Beziehungsprozess zwischen dem Kind und seinen Bezugspersonen. Kinder lernen ihre Bewegungsfähigkeiten sowie ihre Bewegungs- und Verhaltensmuster auf der Grundlage der Wechselwirkung durch Berührung und Bewegung mit anderen Menschen.

Die Art und Weise, wie Bezugspersonen Kinder im Alltag unterstützen, wie sie mit einem Kind kommunizieren, wie sie es anfassen, wie sie sich zusammen mit ihm bewegen oder welche Spielräume sie ihm bieten, hat einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung seiner Bewegungs- und Verhaltensmuster.

Kinaesthetics will Bezugspersonen und professionellen Begleitern von gesunden, kranken und behinderten Kindern grundlegende Fähigkeiten für Bewegung und Berührung vermitteln, um die Fähigkeiten von Kindern jeden Alters zu fördern und diese, wenn möglich, aktiv in alle Handlungen einzubeziehen.

Alltägliche Aktivitäten wie zum Beispiel Essen, Trinken, Ausscheiden, Körperpflege, Windel- und Kleiderwechsel, Spielen, Schreiben, Fortbewegen - im Bett als auch in der Umgebung - werden als entwicklungs-, lern- und gesundheitsfördernde Interaktionen gestaltet. Durch angepasste Bewegung und Umgebungsgestaltung werden die Vitalfunktionen unterstützt und positiv beeinflusst.

 

Kinaesthetics ist ein Lern- und Bildungsmodell und arbeitet mit 6 Konzepten um menschliche Aktivitäten zu beschreiben, Bewegungsressourcen zu erkennen und jedes Kind individuell zu begleiten. Die 6 Konzepte von Kinaesthetics werden eingesetzt, um grundlegendes Wissen über

 

  • Bewegungsabläufe und menschliche Funktionen auf der Grundlage der Verhaltenskybernetik zu vermitteln

  • die Fähigkeiten der Babys und Kinder einzuschätzen und zu fördern

  • die Auswirkungen unterschiedlicher Handlungen zu verstehen

  • die eigenen Bewegungs- und Handlungsfähigkeiten zu erweitern und Fehl- und Überbelastungen vorzubeugen

  • den eigenen Körper als Mittel in der Interaktion mit Kindern effektiver einzusetzen

  • die Lebensgestaltung der Kinder und Bezugspersonen positiv zu beeinflussen

 

Die 6 Konzepte von Kinaesthetics

  1. Interaktion: Erziehen als Beziehung gestalten

  2. Funktionale Anatomie: Körperbewusstsein und Selbstbewusstsein entwickeln

  3. Menschliche Bewegung: Sich entfalten und anpassen – Bewegungsmuster begreifen

  4. Anstrengung: Wirksamkeit erfahren

  5. Menschliche Funktion: Selbständig werden - die Entwicklungsstufen eines Kindes

  6. Gestaltung der Umgebung (Einfluss der Umgebung auf Lernen und die Entwicklung)

 

 

zum Seminar:
"Lern- und Entwicklungsförderung durch Bewegung und Berührung"
Kinaesthetics in der Erziehung – Grundkurs und Aufbaukurs

 

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